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Die oberste Geschossdecke dämmen – so geht’s richtig!

Eine Dämmung der obersten Geschossdecke ist nicht schwer. Egal ob die Dachbodendämmung begehbar sein soll oder nicht. Hier wird gezeigt wie es geht.

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   Kalender Icon der Seite: Dachbodendämmung begehbar 05.06.2012 Autor Icon der Seite: begehbare Dachbodendämmung Lenz

Die oberste Geschossdecke dämmen – Möglichkeiten

Wie sich in der Überschrift schon abzeichnet, gibt es verschiedene Möglichkeiten eine Dämmung der obersten Geschossdecke im Gebäude umzusetzen. Gerade wenn bisher noch gar keine Dämmung auf Betondecke oder zwischen den Deckenbalken eingebracht wurde, wird es höchste Zeit hier etwas zu unternehmen um in Zukunft viel Geld zu sparen. Bis zu 20% Heizkosteneinsparung sind realistisch möglich. Grund genug also, sich das Thema mal genauer anzusehen.

Grundsätzlich muss man zwei Ausführungen zur Dämmung der obersten Geschossdecke unterscheiden. Zum einen kann man eine offene (nicht begehbare) Dachbodendämmung umsetzen wenn der Dachboden von den Räumlichkeiten her nicht als Lagerraum genutzt werden kann, oder aber man entscheidet sich für eine begehbare Dachbodendämmung um auch in Zukunft Stauraum oder Platz für den Wäscheständer zu haben.

Sinn macht eine Dämmung der obersten Geschossdecke übrigens immer dann, wenn auch in ferner Zukunft das oberste Geschoss nicht als beheizter Wohnraum genutzt werden soll oder kann. Könnte ein entsprechender Dachausbau doch irgendwann anstehen, so macht es in vielen Fällen mehr Sinn, die Dachkonstruktion selbst zu dämmen, da dies bei Ausbau sowieso gemacht werden muss. Eine Dämmung der obersten Geschossdecke wäre nach Dachausbau ohne Funktion, bzw. im schlimmsten Fall bauphysikalisch problematisch und hätte Geld gekostet, dass anders besser hätte eingesetzt werden können.

Einfache, nicht begehbare Dachbodendämmung

Am günstigsten und schnellsten lässt sich auch von Laien eine Dämmung der obersten Geschossdecke durchführen, wenn sie nicht in begehbarer Ausführung erstellt werden muss.

Ablauf und Aufbau bei einer Betondecke:
1. Als Dampfbremse sollte Ganzflächig auf dem vorhandenen Betonboden eine Dampfbremsfolie aufgebracht und sorgfältig rundherum befestigt und verklebt werden. An Fußpfetten und Wandanschlüssen auf jeden Fall 10cm Überstand lassen und mit Spezialdichtkleber verkleben. Unbedingt auf Spannungsfreiheit der Folie achten, um Risse und Defekte zu vermeiden. Vorhandene Speicherdecke vor Aufbringen der Folie sehr sorgfältig reinigen (Kehren, Staubsaugen und am besten auch Nass wischen).

2. Nun kann schon die Dämmung verlegt werden. Zum Einsatz können hier Glaswollematten, Steinwolle oder auch natürliche Dämmstoffe wie Holzfaserdämmmatten kommen. Man sollte mit dem Verlegen immer in der hinteren, äußersten Ecke beginnen und sich dann nach vorne zur Treppe / Aufstieg vorarbeiten. Achten Sie beim Dämmen der obersten Geschossdecke darauf, dass die Dämmung ausreichend dick ist. Idealerweise sollten 240mm+ WLG035 Dämmung aufgebracht werden. Um Kältebrücken zwischen den Dämmmatten zu verhindern, macht es Sinn die Matten doppellagig (also z.B. 2x 120mm) mit Versatz zu verlegen.

Ablauf und Aufbau bei einer Balkendecke:
1. Eine nicht begehbare Dachbodendämmung bei einer Balkendecke gestaltet sich auch kaum schwieriger als dies bei einer Betondecke der Fall ist. Auch hier wird zuerst eine Dampfbremsbahn eingebracht. Dabei werden die Gefache und die Balken gemeinsam komplett abgedeckt. Sollte die Balkendicke für eine Adäquate und zeitgemäße Dachbodendämmung nicht ausreichen (20-24cm Gefachtiefe), so müssen zuerst die Balken entsprechend mit Kanthölzern aufgedickt werden. Man sollte unbedingt darauf achten, dass keine Nägel oder Schrauben von der Deckenunterkonstruktion in die Gefache hereinstehen, damit die Dampfbremsfolie nicht verletzt werden kann. Im Zweifel kann man auch unter die Dampfbremse zuvor eine etwa 2cm starke Trittschalldämmplatte einpassen um die Problematik zu umgehen, wenn viele Problemstellen vorhanden sind. Achten Sie auch hier beim Einbringen der Dampfbremse darauf, dass alle Anschlussstellen absolut dicht sind.

2. Nun kann auch hier schon die Dämmung für die oberste Geschossdecke eingebracht werden. Die Dämmung sollte die Gefache immer vollständig ausfüllen um auch die maximal mögliche Dämmleistung erzielen zu können.

Dachbodendämmung begehbar ausgeführt (Betondecke)

Soll die Dachbodenisolierung begehbar ausgeführt werden,Dämmung des obersten Geschosses auf Betonboden so ändert sich bei der Dämmung einer Betondecke zur nicht begehbaren Dachdämmung nur wenig. Es muss ein trittfestes Dämmmaterial anstatt der Dämmmatten verwendet werden. Es bieten sich hier trittfeste XPS oder PUR Platten mit umlaufender Stufenfalz an. Diese Dämmplatten haben meist noch bessere Dämmwerte (WLG 032 oder sogar 028) und können daher entsprechend etwas dünner dimensioniert sein (etwa 160-180mm) als die Dämmmatten aus obiger Anleitung.

Um Unebenheiten der Dachboden Decke auszugleichen kann man unter die eigentliche Dämmschicht noch eine dünne (10-20mm) Trittschalldämmmatte legen, damit Schwierigkeiten beim Verlegen der starren XPS / PUR Platten zu vermeiden. Um Kältebrücken an den Anschlussbereichen an den Pfetten zu vermindern, kann auch hier wieder zweilagig gearbeitet werden.

Als Bodenbelag für die begehbare Dachbodendämmung werden schwimmend OSB Platten oder auch Spanplatten direkt auf der Dämmung verlegt. Dabei werden die Platten in der Nut verleimt. Fertig ist ein belastbarer Fußboden, der von jetzt an auch die Wärme im Haus hält.

Alternativ können auch die Randbreiche des Bodens, der aufgrund der Dachschräge nicht begehbar ist, als einfache, nicht begehbare Isolierung mit Glaswolldämmmatten ausgeführt werden, so wie weiter oben schon beschrieben. Das hilft etwas Geld zu sparen und erleichtert den Anschluss an die Dachpfetten zur Vermeidung von Kältebrücken.

Eine begehbare Dachbodendämmung mit Balkendecke

Soll mit Balkendecke eine Dachbodendämmung begehbar ausgeführt werden, so ändert sich grundsätzlich am Aufbau zur nicht begehbaren Dachbodenisolierung ebenfalls nur wenig. Lediglich beim Aufbau der Trittfläche sollten wir noch einmal etwas genauer hinsehen, um hier Fehler zu vermeiden.
Dämmung der obersten Geschossdecke - ausführung mit Deckenbalken
Um die Dachbodendämmung begehbar zu machen, macht es Sinn, nach fertig ausgeführter Isolierung der Gefache auf die Balken eine Konterlattung zu montieren um darauf dann abschließend Bodenplatten oder Bodenbretter zu verlegen. Durch die zusätzliche Konterlattung, werden die Verletzungen der Dampfbremsbahn, die ja über die Bodenbalken ausgeführt wurde, minimiert. Bei der Bodenverlegung ist dann auf jeden Fall darauf zu achten, dass das Befestigungsmaterial (Schrauben, Nägel) nur bis in die Konterlattung hineinragen kann, falls man den neuen Fußboden nicht schwimmend verlegen kann oder möchte.

Möchte man noch weiter die Verletzung der Folie eindämmen, kann man ein spezielles Nageldichtband (z.B. Fa. Knauf) im Vorfeld auf die Deckenbalken oberhalb der Dampfbremse aufkleben. Hierdurch werden die Folienverletzungen durch Nägel und Schrauben automatisch wieder abgedichtet.

Grundlegend sollte es nun in vielen Fällen möglich sein eine Dämmung der obersten Geschossdecke durchzuführen ohne auf größere Komplikationen zu stoßen. Viel Erfolg bei der Arbeit!

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