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Dämmung der Fassade – Außendämmung – Möglichkeiten und Probleme

Dämmung Ihrer Fassade am Haus geplant? Dieser Artikel bietet eine Übersicht zu Möglichkeiten bei der Außendämmung.

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Dämmung Fassade, Außendämmung, Wärmedämmung außen
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   Kalender Icon der Seite: Außendämmung 30.07.2012 Autor Icon der Seite: Dämmung Wand Lenz

Außendämmung immer sinnvoll?

Wer die energetische Bilanz seines Hauses verbessern möchte kommt meist um eine bessere Dämmung der Fassade nicht herum. Aber ist eine Dämmung der Wand von außen auch immer die richtige Lösung? Die Antwort dazu ist recht eindeutig – ja, fast immer. Die Außendämmung bietet fast nur Vorteile gegenüber der Innendämmung.

1. Es wird kein Wohnraum verbraucht
2. Taupunktprobleme werden vermieden
3. Wärmebrücken lassen sich besser vermeiden
4. Wärmedämmung von außen ist meist günstiger in der Umsetzung


Allein bei der Umsetzung von erhaltenswerten Sichtfassaden zum Beispiel bei Fachwerkhäusern oder denkmalgeschützten Gebäuden kann nicht auf eine Dämmung der Fassade von außen zurückgegriffen werden. Hier muss die Innendämmung mit all seinen Problemen und Umsetzungsschwierigkeiten in Kauf genommen werden. Mehr zur Innendämmung bei Gebäuden erfahren Sie in diesem Artikel.

Verschiedene Möglichkeiten zur Wärmedämmung außen

Bei der Außendämmung hat man einige verschiedene Möglichkeiten zur Umsetzung der Dämmmaßnahmen.

1. Die WDVS Dämmung
Das Wärmedämmverbundsystem ist ein meist auf EPS oder XPS Platten basierendes Dämmsystem mit aufeinander abgestimmten Komponenten. Dabei werden die Dämmplatten mit speziellen Bauklebern direkt auf den vorhandenen (tragfähigen) Putz aufgebracht. Dann mit einem Gewebe armiert und mit einer neuen Putzschicht versehen. WDV Systeme sind meist die günstigste Variante zur Dämmung der Fassade von außen. Mit etwas Geschick und handwerklichen Vorkenntnissen, kann eine Außendämmung mit WDVS auch in Eigenleistung erbracht werden, allerdings ist eine sehr sorgfältige Verarbeitung der Komponenten nötig um Spätschäden an der Gebäudehülle zu vermeiden. Einen ausführlichen Artikel zu Aufbau und Umsetzung einer WDVS Dämmung finden sie hier.

2. Die Vorhangfassade
Beim Aufbau der Vorhangfassade wird ein Gerüst aus Kanthölzern auf die vorhandene Fassade gedübelt, welches dann die Dämmmatten (z.B. Glaswolle oder Holzfaser) aufnimmt. Zur Verkleidung wird gerne eine neue Holzfassade in unterschiedlichen Ausführungen auf den Unterbau montiert. Aber auch andere Werkstoffe wie Schiefer, Kunststoffe oder ähnliches sind zur Gestaltung möglich. Vorhangfassaden eignen sich gut zur Außendämmung in Eigenleistung. Sie sind in Grenzen Fehlertolerant und mit handwerklichem Geschick gut umzusetzen. Hier geht’s zum Detailartikel zur Vorhangfassade.

3. Die Kerndämmung
Eine Kerndämmung zur Dämmung der Fassade ist im Bestand natürlich nur bei gegebenen baulichen Voraussetzungen durchführbar. Wurde das Haus in zweischaliger Ausführung erbaut, so kann durch einen Fachbetrieb mit relativ wenig Aufwand eine zusätzliche Wärmedämmung in den zwischenliegenden Luftspalt eingebracht werden. Allerdings ist der Dämmeffekt oft nur begrenzt, da zum einen die Breite des Luftspalts für eine nach EnEv gedämmte Fassade oft nicht ausreichend ist und sich baulich bedingte Wärmebrücken oft nicht ganz vermeiden lassen. Hier gibt es mehr zum Thema Kerndämmung.

4. Dämmputz
Dämmputze sind in aller Regel zur alleinigen Dämmung einer Wand nicht ausreichend, da nicht genügend Dämmwirkung in der technisch begrenzten Putzdicke realisiert werden kann um den Anforderungen an eine moderne Dämmung der Fassade gerecht zu werden. Allerdings können Dämmputze in Kombination mit einem WDV-Dämmsystem eingesetzt werden um die Dämmwirkung noch zu verbessern.

Dämmstoffdicken bei der Außendämmung

Um nach heutigen Vorschriften der EnEv zu dämmen sind in aller Regel Dämmstärken von 10-24cm (bei WLG 035-040) notwendig. Allerdings ist die zusätzlich aufzubringende Dämmstärke auch immer vom Ausgangsmaterial der Wände, bereits vorhandener Dämmung und Lage und Bauart des Gebäudes abhängig. Ein Fachmann sollte hier die Berechnung der sinnvollen Dämmstärken für die Wärmedämmung außen vornehmen. Generell gilt aber viel hilft (meist) viel. Oft werden Dämmstärken der Außendämmung durch bauliche Gegebenheiten eingeschränkt. Zum Beispiel müssen die Überstände der Dachkonstruktion ausreichen um die neue Fassade gut abzudecken und um Feuchteschäden zu vermeiden. Bei Dämmstärken unter 10cm Dicke bei oben genannten Wärmeleitgruppen sollte genau überlegt werden ob der Kostenaufwand gegenüber den zu erwartenden Einsparungen gerechtfertigt ist, bzw. wie mit entsprechendem Mehraufwand doch größere Dämmstärken zur Dämmung der Wand realisiert werden können (z.B. Erweiterung des Dachüberstandes etc.).

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